Rollstuhlsport

Der Rollstuhlsport umfasst generell Menschen, die für die Sportausübung einen Rollstuhl benützen. Das sind meist Sportlerinnen und Sportler mit Rückenmarkschäden, Amputationen der Beine aber auch anderen Behinderungen. Bei einer Schädigung des Rückenmarks kommt es je nach Ausmaß und Lokalisation der Läsion zu einer vollständigen oder unvollständigen Parese (Lähmung), die sich in motorischen, sensiblen und vegetativen Ausfällen manifestiert.

Um den Ansatz von Sir Ludwig Guttmann (Stoke Mandeville) der umfassenden Reha­bilitation von Querschnittgelähmten in Öster­reich verwirklichen zu können, wurden Re­habilitationseinrichtungen geschaffen. Dort ist neben den medizinischen, therapeutischen und sozialen Maßnahmen auch die Sporttherapie in das Re­habilitationsprogramm eingebaut. Querschnitt­gelähmte werden so schon während der ersten Rehabilitation mit dem Behin­dertensport vertraut.

Mit Hilfe geeigneter Bewegungsaufgaben werden die verbliebenen motorischen Fähigkeiten mobilisiert und die nichtgelähmte Muskulatur zur Über­nahme kompensatorischer Leistungen geschult.

Die wichtigsten Sportarten sind: Rollstuhl-Basketball, Rollstuhl-Rugby, Rollstuhl-Tennis, Rohlstuhl-Tischtennis, Leichtathletik, alpiner und nordischer Schilauf, Handbike, Schießen und Schwimmen.